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Per aspera ad astra – Stationenarbeit über den Kosmos

Incluso los antiguos romanos encontraban arduo el camino hacia las estrellas. El dicho puede aplicarse también a la educación y a la enseñanza. Después de que un programa de aprendizaje estacionario sobre el tema del cosmos haya estado disponible aquí durante unas semanas en el enlace Materiales, volveremos a tratar el mismo tema en un breve episodio del podcast.

„Per aspera ad astra – das Sprichwort schreibt man gemeinhin den Römern zu – über rauhe Pfade führt der Weg zu den Sternen – das ist ja durchaus auch ein Sprichwort, das man auf Schule münzen könnte. In dem Sinne soll es heute noch mal um die schon einige Tage erhältliche Stationenarbeit zum Thema Genese des Kosmos gehen, die Sie auch auf der Internetseite hier komplett herunterladen können. In diesem Sinne, wenn Sie das etwas interessiert, bleiben Sie dran, ich freue mich, dass Sie dabei sind und jetzt geht es los. 

Ja, ich denke, wie strukturieren wir das heute? Ich werde etwas sagen zu den einzelnen Lernstationen, zu den Materialien auf Google Drive, die Sie vielleicht schon vor sich haben! Und wenn nicht, dann finden Sie den Link auf der Internetseite zum Podcast. Aber ich werde auch auch ganz kurz danach noch etwas zu Experimenten im Klassenraum erzählen, was man auf ganz einfachem Niveau machen kann, was man machen kann, wenn man mit Schülern noch ein bisschen weiter, etwas tiefer gehen möchte, und, ja, vielleicht noch ein paar abschließende Bemerkungen zur Arbeit mit der Einheit in Stationen, aber immer am konkreten Beispiel. 

Also, es handelt sich um eine Stationenarbeit in sieben Stationen, exklusive noch zusätzliche zwei Reservestationen für schnelle Lerner, oder besonders interessierte Lerner,  und Sie haben auch wieder die Laufzettel im Ordner, mit denen die Kinder ihre Arbeit selber organisieren und Arbeitsschritte und -tempo kontrollieren können. Da kann man Bearbeitungszeiten sehen, Schwierigkeitsgrad der Aufgabe, man kann einkreisen oder abhaken, je nachdem, ob Sie als Lehrer schon ein Feedback zum Arbeitsresultat zur entsprechenden Station gegeben haben. Ebenfalls im Material finden Sie Material zum Einstieg in das Thema und zur Vertiefung, Videos, Leistungskontrollen, Arbeitsblätter. Wir sind mit einer kreativen Leseaufgabe in das Thema gestartet und die Schüler haben einige Etappen in der Entwicklung des Universums und der Erde auf einem Zeitstrahl auf zwei Whiteboards visualisiert, die wir lange im Foyer unserer Schule ausgestellt hatten. Der Vorteil einer solchen Arbeit ist, dass Sie eventuell immer wieder darauf zurückkommen können, und eine laufende Entwicklung in der Ausstellung haben. Darum gehen es ja bei Schule, dass sich etwas bewegt und gemeinsam vorangebracht wird.

Auch das Video zum Ende des Universums auf Basis des derzeitigen Kenntnisstands der Wissenschaften ist beeindruckend – es liegt im Ordner und Sie können es samt allen Material herunterladen. Es eignet sich als Ausklang der Stationenarbeit, oder Sie zeigen es, wenn einmal die Luft draussen ist, einfach zwischendurch im Unterricht. Ebenfalls enthalten sind einige Arbeitsblätter und Videos zum Thema Gravitationswellen und zum LIGO-Institut, wo 2015 erstmals Einsteins Gravitationswellen mehr als 100 Jahre nach Veröffentlichung seiner Theorie auch praktisch nachgewiesen, das heißt, gemessen werden konnten. Sie können dieses Material auch heraus lassen, oder Sie gehen es in einer Vertiefung in einem anderen Fach mit differenziertem Material an. Ich würde es heute eher in einer 11. Klasse machen, oder gemeinsam mit einem Lehrer aus den Wissenschaften können Sie es eventuell bereits eher einbringen, zum Beispiel im Rahmen des Physikunterrichts bei der Behandlung von Eigenschaften von Strahlungen und Partikeln. Übrigens, heute haben wir hier ja tatsächlich Hintergrundmusik passend zum Thema im Podcast – dieselbe Musik finden Sie als MP3 im Ordner, spielen Sie die doch mal zur Einstimmung oder während der Arbeit leise im Klassenraum ab – Musik kann durchaus eine super Arbeitsatmosphäre erzeugen im Klassenzimmer. In jedem Fall können Sie auf der Webseite zur Episode auch einfach die kompletten Stationen-Aufgaben inklusive Lösungsblättern und Laufzettel in Form einer PDF herunterladen, einfach, um sie schnell einmal durchzulesen und sich eventuell ja inspirieren zu lassen. Die Links zu den Artikeln, die als Leseverstehen in die Stationen integriert sind, finden Sie auch auf den Arbeitsblättern zu den einzelnen Stationen. Zu den ganz einfachen Ideen zu Experimenten komme ich noch am Ende der Episode, aber das Königsdisziplin-Experiment ist sicherlich die enthaltene Anleitung zum Bau eines Michelson-Interferometers – natürlich nur, falls Sie wirklich die Gravitationswellen noch in den Stoff hineinnehmen möchten. Die Anschaffung der Materialien für das Experiment würde Ihre Schule circa 150 bis 200 Euro kosten, circa 150000 Pesos in Chile.

Ja, was machen die Schüler nun in den einzelnen Lernstationen, wie bauen die Aufgaben aufeinander auf? Also, die erste Station basiert auf einem sehr kurzen Lesetext und Leseverstehen zum Aufbau unseres Universums – von den Super-Clustern hin zur lokalen Gruppe, zu den Galaxien, unserem Sonnensystem und unserem Planeten. Mit Bildern ordnen die Schüler dann verschiedene Himmelsphänomene diesen Super- und Suprastrukturen zu, lernen dabei auch über die Konzentration der Masse im Kosmos, die Unterschiede zwischen Masse-Objekten, Staub- und Gaswolken, und wie die Laufbahnen dieser Objekte und ihre Bewegungen auf Gravitation basieren. Witzig ist dann, dass sie ihre eigene komplette Adresse für einen intergalaktischen Postboten erstellen können. Ich denke, diese Idee hatte ich irgendwie in einem Material des Bildungsservers Baden-Württemberg gefunden, sicher bin ich aber leider nicht mehr, also nageln Sie mich bitte hier nicht fest. 

An der zweiten Station sehen die Schüler dann also den Sternenhimmel über La Union, aber da können Sie dann ihre Stadt einfügen, denn die Lerner arbeiten hier mit der Website in-the-sky.org!  Hier geht es eigentlich darum, dass die Kinder verstehen, dass das, was sie über uns sehen, sich halt am Ende permanent ändert, denn die Erde dreht sich einmal pro Jahr um die Sonne und die Erde rotiert auch ungefähr einmal am Tag um ihre eigene Achse. Daraus resultieren die Jahreszeiten, daraus resultiert der Tag-Nacht-Rhythmus und natürlich kriegen die Kinder eine eigene Vorstellung davon, wieso und wie sich eigentlich der Sternenhimmel auch dann natürlich verändert während des Jahres, und dazu haben sie Zugriff auf die genannte Website, die ist ganz interessant! Weil hier kann man also seinen Standort bestimmen über den Browser,  und dann also standortspezifische Informationen erhalten und über den entsprechend aktuellen Sternenhimmel abrufen! Da haben die Kinder also bestimmte Aufgaben, sie konfigurieren ihren Standort auf der Website so exakt wie möglich, und dann sehen sie Informationen auf der Website klassifiziert nach verschiedenen Kriterien. Hier muss ich schauen, überlegen, praktisch Informationen aufnehmen und verarbeiten können, und klassifizieren und sammeln in einer Matrix im Heft. Die Frage ist auch, was man die ganze Nacht sehen kann – denn auch hier macht die Webseite ganz klare Angaben! Hier muss man also auch noch einmal dediziert nachlesen und sich konzentrieren. Eine gute Aufgabe für Schüler.

In der nächsten Station geht es dann um unsere Milchstrasse…“

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